17.05.06

Der Senat der FH Frankfurt hat sich in der heutigen Sitzung einstimmig gegen die Pläne der Landesregierung gestellt, Studiengebühren zu erheben. Auf Antrag der studentischen Vertreter in diesem höchsten demokratischen Gremium der Hochschule wurde dazu folgende Resolution verabschiedet:

"Der Senat der Fachhochschule Frankfurt spricht sich gegen die Pläne der Hessischen Landesregierung aus, allgemeine Studiengebühren zu erheben. Er fordert die Hessische Landesregierung dazu auf, den Entwurf des Hessischen Studienbeitragsgesetzes (HStubeiG) in Gänze zurückzuziehen."

Die öffentliche Sitzung rief viel Interesse unter den Studierenden hervor. Rund 250 Studierende nahmen daran teil. Da der Senatsitzungssaal zu klein war, zog man in die Turnhalle der FH um.

Die Studierendenvertretung zeigte sich sehr zufrieden. Bleibt zu hoffen, dass Koch und Corts dieses Signal zur Kenntnis nehmen und das geplante Gesetz fallen lassen.

Viele der anwesenden Studierenden schlossen sich danach der Protestdemonstartion an, die vom Uni-Campus in Bockenheim mit rund 5000 Teilnehmern gestartet war.

Nach der gemeinsamen Demo von Studierenden der Universität und der Fachhochschule bot der AStA der FH allen Teilnehmern Würstchen, Getränke und Live-Musik an. Viele Studierende entschlossen sich jedoch, sponntan in die Innenstadt weiter zu ziehen. Die selbst organisierten Proteste dort dauern immer noch an. Damit hat die Protestwelle eine ganz eigene Dynamik entwickelt. Die Stimmung unter den Studierenden ist so geladen, dass sich der Protest teilweise verselbständigt.

Zufrieden waren die Anmelder auch mit dem Auftreten der Polizei: "Die Polizei war zurückhaltend und auf Deeskalation bedacht." meint dazu Björn Köhler vom AStA der FH Frankfurt. Trotzdem sei es zu einigen bedauerlichen Zwischenfällen gekommen. Als die Studierenden die A66 besetzten, wurden einige Teilnehmer leicht durch Reizgas der Polizei verletzt. Trotzdem war die Demo insgesamt recht friedlich.

Am 24.05.06 lädt der FH AStA alle Studierenden zu einer Vollversammlung auf dem FH-Campus ein. Hier soll auch das weitere Vorgehen besprochen werden. Bei einem "open Mic" sollen alle Studis die Möglichkeit erhalten, ihre Position zu den Protesten kund zu tun.




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