30.05.06
An der Vollversammlung am heutigen Dienstag vor dem IG-Farbenhaus nahmen Studierende der Offenbacher Hochschule für Gestaltung, der Frankfurter Fachhochschule, sowie der JWG-Universität teil. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie sich gegen polizeiliche Repression und für die Amnestie aller im Zusammenhang mit den Protesten Belangten aussprachen. Zudem kritisierten sie die Berichterstattung der Medien, die einseitig die Meldungen der Polizei wiedergebe. Sie wandten sich gegen eine Spaltung der protestierenden StudentInnen in Friedliche und Militante, wie dies dem Frankfurter AStA-Vorsitzenden von einer Journalistin der FAZ in den Mund gelegt wurde.
Im Anschluss störten die Versammelten den gleichzeitig im "Casino" des IG-Farben-Komplexes stattfindenden "Science Day". "Bei dieser Gelegenheit zeigt sich deutlich, wie sich die Frankfurter Uni-Leitung die Universität wünscht. Wirtschaft und Politik geben vor, was zukünftig in der Universität gelehrt wird und sozial benachteiligte Studierende werden durch Studiengebühren aus der Universität gedrängt", so die Sprecherin des AK Presse, Hannah Obmar.
Nachdem die Studierenden eine Veranstaltung in diesem Zusammenhang gesprengt hatten, setzten knapp 1500 KomilitonInnen ihren Weg über den Alleenring und die Friedberger Landstraße zur CDU-Geschäftsstelle auf der Hanauer Landstraße fort, wo es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam, die die Stelle vor den aufgebrachten Studierenden schützte. Spontan setzte sich der Zug weiter über die Hanauer Landstraße in Richtung Autobahnkreuz Ost fort. Der Versuch, die Autobahn zu erreichen, wurde jedoch von der Polizei gewaltsam unterbunden, wobei mehrere Studierende festgenommen und andere verletzt wurden. Erneut wurde Pfefferspray gegen die Blockade der Studierenden auf der Hanauer Landstraße eingesetzt, um sie von der Autobahn fernzuhalten. Auch auf dem Rückweg Richtung Innenstadt ging die Polizei noch gegen die übrigen DemonstrationsteilnehmerInnen vor und nahm mehrere fest.
Hannah Obmar sagte dazu: "Wir haben unser Aktionsfeld auf die ganze Stadt ausgedehnt und fordern die Landesregierung ultimativ auf, die Pläne zu Studiengebühren ad acta zu legen. Ansonsten steht ihr eine heiße Weltmeisterschaft bevor. Dass die 1. Lesung zum dem geplanten Gesetz auf Juli vorgezogen wurde, ist ein klares Zeichen, dass die Regierung unter Druck gerät. Wir sind auf dem richtigen Weg."
Abschließend wies Obmar auf den morgigen bundesweiten Aktionstag hin, der auch in Frankfurt ein weiteres Signal gegen Studiengebühren und Sozialabbau setzen werde.





