17.10.06

Das Protestplenum an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität hat in seiner ersten Sitzung nach den Semesterferien, Termine für größere, lokale Protestaktionen beschlossen.

So werden sich Studierende und SchülerInnen mit einem eigenen Protestzug unter Motto „Das geht nur ganz anders“ an der vom DGB für den 21.10. angemeldeten Großdemonstration gegen Bildungs- und Sozialabbau in Frankfurt am Main beteiligen. Zu diesem Zweck mobilisieren Studierende an allen hessischen Hochschulstandorten für den 21.10 um 11:30 zur Auftaktkundgebung am Südbahnhof-Frankfurt.

„Wir waren bei fast allen Einführungsveranstaltungen präsent um insbesondere die Erstsemester über das Studienbeitragsgesetz zu informieren.“, erklärt Hannah Obmar, Sprecherin der Protestplenums, „Da diese Studierenden am stärksten von der Einführung allgemeiner Studiengebühren betroffen sein werden, ist es uns besonders wichtig, dass sie sich in großer Zahl an den geplanten Protestaktionen beteiligen.“

Weiterhin wurde beschlossen, die erste universitäre Vollversammlung dieses Semesters am Mittwoch, dem 01.November 2006 um 14:00 Uhr auf dem Campus Bockenheim abzuhalten. Bereits eine Woche früher am 25. Oktober sollen an der Fachhochschule Frankfurt und anderen hessischen Hochschulen Vollversammlungen stattfinden.

Hannah Obmar erklärt hierzu: „Wir haben uns an der Universität dazu entschlossen, die Vollversammlung später abzuhalten, um genug Zeit für die Mobilisierung zu haben. Außerdem glauben wir so die Proteste länger in den Medien halten zu können.“

Bis zum 01.November sollen verschiedene Angebote der autonomen AKs die Studierenden an der Universität über die momentane Lage und Möglichkeiten des Protests informieren. So werden am 19.10. im Studierendenhaus im Campus Bockenheim mehrere Diskussionsveranstaltungen zum Thema „Studiengebühren und Protest“ statt.

Auf die Frage nach Ihrer Einschätzung der Erfolgsaussichten des Protests antwortet Obmar: „Die Protestbewegung hat die Semesterferien überlebt. Das hat es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Wir werden jede Möglichkeit des Widerstands gegen das Studienbeitragsgesetz nutzen. Dazu gehören Mittel wie ein von uns angestrebtes Volksbegehren oder der Gebührenboykott aber auch Demonstrationen sowie Gebäude- und Verkehrsblockaden.“




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Spargel und Menschen haben ein gemeinsames Schicksal: Sobald einer den Kopf hochreckt, wird er abgestochen.

(Eugen Gerstenmaier)