13.09.06

Heute haben in Berlin zehntausende SchülerInnen gegen Schulschließungen und Lehrermangel demonstriert. "Bildung für alle und zwar umsonst" und "Bildungsblockaden einreißen" stand auf den Transparenten, die sie auf dem Demozug trugen. Bei der Auftaktkundgebung hatten die RednerInnen Mitbestimmungsrechte und die Abschaffung des dreigliedrige Schulsystem gefordert.

Aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Jugendverbänden, SchülerInnenvertretungen sowie studentische und gewerkschaftlichen Gruppen. An verschiedenen Schulen ist von seiten der Schulleitung repressiv mit den Streikenden umgegangen worden. In einer Schule wurden die Schüler gar eingeschlossen. Im vorhinein empfahl der Senat für Bildung den Schulleitungen "demokratiepädagogisch" folgendermaßen zu argumentieren: Erstens gäbe es außerhalb der Schule keinen Versicherungsschutz (!), zweitens sei dies unentschuldigtes Fehlen was auf dem Zeugnis vermerkt wird und drittens wäre ja nicht genau erkennbar wer für den Streikaufruf verantwortlich ist, es könne genausogut von Rechtsextremen organisiert sein.

 




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Freiheit setzt voraus, daß man auch über die materiellen Bedingungen der Persönlichkeitsentfaltung verfügt.

(Maunz/Zippelius)