12.09.06
Für morgigen Mittwoch plant ein breites SchülerInnen-Bündnis einen berlinweiten Schulstreik gegen Bildungsabbau. Der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Freien Universität und der ReferentInnenRat der Humboldt Universität erklären sich mit diesen notwendigen Protesten solidarisch und beteiligen sich an der Mobilisierung zu der zentralen Protestdemonstration.
Jedes Jahr lehnen die Berliner Hochschulen zehntausende Studierwillige ab. In immer mehr Bundesländern werden Studiengebühren beschlossen oder erhöht. Mit Leuchtturm-Projekten für eine auserwählte Elite verschärft sich diese Situation weiter. Nötige Reformen um Bildungsbarrieren abzubauen bleiben aus. Statt Konsequenzen aus Studien wie IGLU und PISA zu ziehen, werden Mechanismen - wie die Abschaffung der Lehrmittelfreiheit - durchgedrückt, welche die Selektivität im Bildungssystem weiter erhöhen.
"Die Einstellung 'Studiengebühren werden sowieso eingeführt' ist Teil ihrer Durchsetzung. Studiengebühren werden nur dann eingeführt, wenn ihre GegnerInnen zu schwach sind sie zu verhindern und BefürworterInnen stark genug sie durchzusetzen. Die Haltung, Gebühren kämen eh, ist also Teil des Kampfes um Kräfteverhältnisse. Diese gilt es zu verändern und dem herrschenden Verständnis von Bildung als Ware eigene Vorstellungen von selbstbestimmter Bildung entgegen zu setzen und offensiv zu vertreten", so Jenny Simon, hochschulpolitische Referentin des AStA FU.
"In diesem Zusammhang finden wir es großartig, dass nicht nur Berliner SchülerInnen aktiv versuchen Bildungsbarrieren abzubauen, sondern seit heute auch eine Schule in Frankfurt/Main bestreikt wird und SchülerInnen in Hamburg ähnliche Proteste planen. Erfreulich ist dies vor allem im Kontext der sich bundesweit vernetzenden Studierendenproteste." sagte Rene Held, Referent für Hochschulpolitik des RefRat HU.





