14.09.06

Aus wenigen Demonstrierenden werden viele. Weiterer Studierende waren bereits am Landtag zum "Warmdemonstrieren".

So ein Banner zieht die Demonstration nicht nur räumlich in die Länge,...

sondern auch zeitlich. Jedes reisen des Banners muss geflickt werden.

Lautes skandieren erweckt Aufmerksamkeit.

Allerdings muss man Rücksicht auf Fußgänger nehmen.

Das Banner reichte über das gesamte Dern'sche Gelände. Aber es kann noch länger werden. Bringt eure 1x1m Solidatritätsflagge an den nächsten AStA, damit es in der dritten Lesung rundherum geht.

Rückkopplung macht Spaß. Eines der Megaphone fiebt bis heute.

Wer dabei war versteht, warum manche an diesem Tag eine Gänsehaut bekommen haben. Alle anderen haben was verpasst.

Die Polizei machte zu keinem Zeitpunkt einen gelangweilten Eindruck.

Den Höhepunkt der ProtestKulturTage vom 11.-14. September, auf denen sich Studierende in Workshops mit Themen wie „Offene Universität“, „Studiengebühren, Neoliberalismus, Globalisierung – Zusammenhänge verstehen“ und „Unterrichtsgarantie PLUS“ auseinandersetzten, bildeten die Demonstrationen während der zweiten Lesung des Studiengebührengesetzes (HStubeiG). Die Studierenden trugen ein über 200 Meter langes Protestbanner, das sich aus Logos der hessischen Asten, Gewerkschaften und zahlreichen weiteren BündnispartnerInnen zusammensetzte, von der Fachhochschule Wiesbaden zum Dernschen Gelände. Der AStA-Vorsitzende der Frankfurter Universität Amin Benaissa wertete die PKT als vollen Erfolg: „Vier Tage Proteste während der Semesterferien hat Wiesbaden wohl noch nie gesehen. Das war eine gelungene Vorbereitung für die geplante dritte Lesung und einen wirklich heißen Herbst des Widerstandes.“

Obwohl das Studiengebührengesetz bei der Anhörung am 04. September durchgefallen war (selbst der Gutachter Graf von Pestalozza, der unter bestimmten Bedingungen Studiengebühren für mit der Hessischen Verfassung vereinbar hielt, hatte sich gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen), wurde es in der 109. Sitzung des Hessischen Landtages zur zweiten Lesung eingebracht. „Diese Vorgehensweise zeigt, dass die CDU-Landesregierung sogar entgegen den Empfehlungen ihrer eigenen Fachleute die verfassungsrechtlich fragwürdige Einführung von Studiengebühren weiter verfolgt. Die Handlungen der CDU-Landesregierung sind ein einziges blindes Anwenden ihrer Macht,“ sagte Verena Vay, Referentin für Hochschulpolitik des AStA der Universität Frankfurt.




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Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion.

(Voltaire, Philosoph)