14.09.06

Alte Arbeiterlieder in der Fußgängerzone

Die Gruppe Jetzt! vor dem HMWK beim Meinungsagen

Jetzt! besprengt die Staatskanzlei mit Heilwasser. Leider hieß die Heilquelle "Kochbrunnen!"...

Flyer wurden auch während der Schnitzeljagd verteilt.

Jetzt! bleibt hier an der Bannmeile hängen. Dabei wollten sie nur eine Abkürzung nehmen.

Jetzt! "sprengt" den Landtag.

Nachdem sich ein CDUler beim Einsatzleiter beschwerte und die Worte "...nur wenn die Kameras dabei sind..." vielen, sah sich die Polizei dienstbeflissen zum eingreifen genötigt. Der Vorwurf: Albernheit. Einen der "Jubler" kostete es einen Platzverweis wegen Beleidigung.

Da Albernheit kein Grund für einen Platzverweis ist haben sie nach langer Diskussion auch noch gleich die Bannmeile "gesprengt".

Am Abend gab es noch einen "Poetry Slam"...

... vor zahlreichem Publikum.
Am 13.09.2006, dem dritten Tag der ProtestKulturTage, fanden in der Wiesbadener Innenstadt von 12:00 bis 16:00 Uhr zahlreiche Aktionen statt. Das Tagesmotto lautet „ProtestKultur – ausprobieren und studieren von neuen und altbewährten Protestformen“. Ziel waren in erster Linie die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für die Interessen und Anliegen der studentischen Protestbewegung. Des Weiteren wurde den Abgeordneten im Landtag deutlich gemacht, dass die Studierenden nach wie vor vehement gegen jede Form von Studiengebühren kämpfen.
Auftakt der ProtestKultur war ein vom Udo Corts Fanclub und dem Protestplenum der Universität Mainz initiierte „Jubeldemonstration“. 20 vermeintliche GebührenbefürworterInnen in Schlips und Krawatten trafen auf 30 GebührengegnerInnen mit gelben T-Shirts und zerrissenen Jeans. In die Schusslinie geratene PassantInnen mussten den hundert fliegenden Wasserbomben ausweichen. Aufgrund der Entschlossenheit der GebührengegnerInnen mussten sich die BefürworterInnen letztendlich geschlagen geben. Emin Dilmac, Teilnehmerin der Gegendemonstration, erklärt: „Wir erhoffen uns, dass das Resultat der Performance Realität wird. Mit gesundem Menschenverstand müsste dies machbar sein“.
Vier studentische Gruppen mussten bei einer „Schnitzeljagd“ sechs Stationen passieren. Unter anderem mussten sie am Kultusministerium den Slogan „Die Bildung steht Kopf“ bildlich umsetzen.
In Anlehnung auf die Ministeriumsbesetzung vom 05.07.2006 fragten die TeilnehmerInnen freundlich an der Pforte, ob sie nicht die Toilette des HMWK benutzen könnten.
Ein weitere Aufgabenstellung war es, das heilende Quellwasser des Kochbrunnens via Spritzpistolen unter dem Motto „Was den Körper heilt, heilt auch die Politik“ auf die Staatskanzlei zu spritzen. Die Schnitzeljagd fand ihr Ende im Sprengen des Landtages durch gelbe Gießkannen.
Weitere Aktionen waren Gittarren-/Straßenmusik, in Lesungsbattle Lenin gegen Mormon, Flaggen malen und ein Infostand.





