24.10.06

Bereits am 29. September hatte die Landeselternvertretung Grundschulen (LEV) eine Sicherheitszone zwischen Kindergärten, Grundschulen und Mobilfunkantennen angeregt. Die Eltern forderten hierzu eine Saarländische Bundesratsinitiative, die das Aufstellen von Mobilfunkanlagen innerhalb eines Umkreises von 2 Kilometern zwischen dem Antennenstandort und Grundschulen bzw. Kindergärten untersagt. Die Ressortminister Mörsdorf (Umwelt), Hecken (Gesundheit) und Kramp-Karrenbauer wurden um Stellungnahme gebeten. Auch die Vorsitzenden der im Landtag vertretenen Fraktionen und die zuständigen Landtagsausschüsse wurden von der LEV kontaktiert. Die Landtagsausschüsse (Gesundheit und Umwelt) und die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen haben inzwischen mit einem Antwortschreiben reagiert. Die Parlamentarier sind sich einig: Eine gesetzesinitiative hierzu müsse von der Landesregierung aus gehen.

„Die Landesregierung hüllt sich in Schweigen und bleibt uns bis heute eine Antwort schuldig. Dies macht mal wieder deutlich, wie sich Politiker immer mehr von der Basis entfernen. Die LEV-Grundschulen erwartet, dass die Politik der ehrenamtlichen Tätigkeit auch einmal den Stellenwert einräumt, die sie verdient. Die LEV fordert eine zügige Stellungnahme durch die  verantwortlichen Ressortministerien. Hier geht es schließlich um die Gesundheit unserer Kinder. Durch leistungsstarke UTMS-Sendeanlagen werden Kleinkinder besonders gefährdet. Die verantwortlichen Minister müssen umgehend ihr Schweigen brechen und die Familien über Gesundheitsrisiken informieren und andere Standortalternativen für stark strahlende Mobilfunkanlagen suchen. Dabei sollte die von uns geforderte 2 Kilometer lange Schutzzone zwischen Antennenmast, Schulgebäude oder Kindergarten das absolute Muss sein“, kritisiert der LEV-Vorsitzende Jörg Dammann.

Die LEV-Grundschulen werde die Problematik bundesweit thematisieren. Eine Vielzahl von elektromagnetischen Feldern, deren Auswirkungen auf Menschen und Umwelt noch nicht in ausreichendem Maße erforscht sind, werden entstehen. Auswirkungen der Grenz- und Strahlungswerte sind nach jahrelanger Prüfung immer noch nicht geklärt. Die Untersuchungen möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen werden ständig weitergeführt. Untersuchungen belegen, dass elektromagnetische Felder Auswirkungen auf Zellstrukturen haben und biologische Effekte auslösen. „Kleinkinder sind davon besonders betroffen. Somit ist nicht jeder Standort ist für die Errichtung starker Mobilfunkantennen geeignet. Im Zuge des Ausbaues des UTMS-Systems ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren die Anzahl der Mobilfunkstationen im Saarland ansteigen wird. Deshalb sei hier dringender Handlungsbedarf.




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