07.02.07

Erfolgreicher Start des Boykotts

Nach dem Erreichen des Quorums an den ersten drei Hochschulen in Deutschland, allesamt in Karlsruhe, gewinnt der Boykott an Dynamik. Die großen Universitäten verzeichnen starke Zuwächse auf den Boykott-Konten. "Es liegt etwas in der Luft" berichtet Boris Bartenstein, Vorsitzender des UStA der Uni Karlsruhe, "die Leute spüren, dass sie was bewegen können!" Wenn die weiteren Quoren erreicht werden, ist der Boykott nicht mehr zu stoppen.

Der Protestbrief-Generator faxt gegen die Gebühr

Ab sofort ist unter der Adresse fax.asta-hfg.de der Protestbriefgenerator gegen die Studiengebühren zu finden. Über die Webseite lässt sich mit wenigen Klicks ein Protestbrief gegen die Studiengebühren erstellen, der direkt per Fax an einen Befürworter der Studiengebühren verschickt werden kann.

Auf der Website trägt man seine eigene Postadresse als Absender ein und wählt zum Beispiel Peter Frankenberg (Minister für Wissenschaft und Kunst in Baden-Württemberg) als Empfänger aus. Daraufhin hat man die Möglichkeit, aus verschiedenen Textbausteinen einen eigenen Brief zusammenzustellen. Abschließend wird der Brief mit einem weiteren Klick per Fax direkt an den ausgewählten Adressaten geschickt.

Was sagen Karlsruher Bürger zu den Studiengebühren

"Die Studenten haben keine Lobby, das kenne ich aus meiner eigenen Studienzeit", so ein Bürger der Stadt Karlsruhe, der am letzten Samstag von zwei Studentinnen der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe zum Thema Studiengebühren befragt wurde. Wie ein Blick in die Zeitungen der letzten Wochen zeigt, erfährt das Thema Studiengebühren bisher in der Presse nicht die angemessene Aufmerksamkeit. Zwei HfG-Studentinnen machten die Probe aufs Exempel, zogen mit ihrer Kamera in Richtung Innenstadt und konfrontierten die einkaufenden Karlsruher direkt mit diesem Thema. Die meisten Angesprochenen waren entweder grundsätzlich gegen Studiengebühren oder ließen sich nach einem kurzen Gespräch schnell überzeugen. Nur wenige sprachen sich für die Gebühren aus. Das zweiminütige Video ist unter wwww.asta-hfg.de finden.

Gebühren belasten Kommunen

Es ist eine einfache Rechnung: 20.000 Studenten müssen jetzt 1000 Euro Studiengebühren pro Jahr bezahlen. Das sind 20 Millionen Euro, die nicht mehr im örtlichen Einzelhandel und der Gastronomie umgesetzt werden. Die abrupt sinkende Kaufkraft der Studenten gefährdet Arbeitsplätze in der Region. Genauso wie die Arbeitslosigkeit nicht nur die Arbeitslosen betrifft, so sind nicht nur die Studenten von Studiengebühren betroffen. Nicht auszudenken, wenn Tausende von zwangsexmatrikulierten Studenten zu Sozialfällen werden und die Kommunen zusätzlich belasten. Erst jetzt erfassen die Kommunen die Situation. Schnelles Handeln ist gefragt, nicht gerade ein Stärke der deutschen Bürokratie.




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(Jean Cocteau)