30.03.07

Zum Semesterstart kritisiert der AStA der Universität zu Köln erneut die Wirkungen und die Verwendung von Studiengebühren. Wie in dieser Woche bekannt wurde, sind durch Studiengebühren die Studierendenzahlen an der Uni Köln erneut um 5000 Studierende gesunken. "Das ist eine Folge der unsozialen Politik der Landesregierung. Viele hoch Qualifizierte bleiben auf der Strecke!" kritisiert Daniel Weber aus dem Bildungspolitikreferat des AStA.

Der AStA ist zudem empört über das von der Uni-Leitung ins Leben gerufene "Qualitätsmanagement". Im Rahmen des Qualitätsmanagements der Universität soll ein Teil der Studiengebühreneinnahmen auf die Fakultäten verteilt werden. Der Verteilungsschlüssel sieht vor, dass Projekte gefördert werden sollen, die nicht oder nur sehr indirekt mit dem Ziel "Verbesserung der Lehre und Studiensituation" vereinbar sind. So kann eine Fakultät z.B. 10.000 Euro erhalten, wenn sie zehn für sie bedeutende Rankings auflistet. 20.000 Euro gibt es dafür, dass man die Lehr- und Arbeitsbedingungen der wissenschaftlichen MitarbeiterInnen erfasst. Für einen grünen Punkt im CHE-Ranking beim Kriterium „Studiensituation insgesamt“ kann eine Fakultät bis zu 100.000 Euro bekommen, obwohl das CHE diese Verwendung des Rankings aufs Schärfste kritisiert. "Diese Verwendung der Gelder der Studierenden ist nicht hinnehmbar! Eine solche Verfahrensweise ist kein Qualitätsmanagement - es zeigt, wie niedrig die Qualität der selbsternannten Uni-Manager ist!", kommentiert Daniel Weber.

Zum Semesterstart wird dem Rektor durch den AStA die Klageschrift gegen die Studiengebührensatzung überreicht. Damit protestiert der AStA gegen die undemokratischen Zustände bei der Beschlussfassung.




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Ich wünsche Ihnen, dass Sie schnell Karriere machen und viele Männer abschleppen.

(Udo Corts, designierter ehemaliger Wissenschaftsminister von Hessen)