18.12.07

Seit heute morgen halten Studierende das Verwaltungsgebäude der Universität Bremen besetzt. Das komplette Gebäude, in dem sich auch das Rektorat der Hochschule befindet ist verbarrikadiert - die Hochschulleitung reagierte inzwischen und gab allen MitarbeiterInnen der Verwaltung frei. Die Studierenden protestieren gegen die Umsetzung des "Hochschulentwicklunsplans V". Mit diesem Plan will das Rektorat die Vorgaben der Bremischen Bürgerschaft umsetzen, die Kürzungen für die Uni im dreistelligen Millionenbereich vorsehen. Hierfür sollen verschiedene Studiengänge geschlossen und die Universität nach vermeintlichen “Exzellenzkriterien” umstrukturiert werden. Der AStA FU solidarisiert sich mit den Protesten an der Uni Bremen. Die KommilitonInnen fordern eine Rücknahme der Kürzungen im Bildungs- und Wissenschaftsbereich, sowie eine Reform der universitätsinternen Entscheidungsstrukturen, hin zu mehr Demokratie. "Es bringt nichts über Kürzungen zu diskutieren, diese müssen bekämpft werden", erklärte Björn Kietzmann vom Öffentlichkeitsreferat des AStA FU Berlin. "Demokratische Strukturen werden an den Hochschulen der BRD zunehmend abgebaut. Ohne eine Trendwende hin zu einer Demokratisierung der (Hoch)schulen wird es keine gerechten Bildungsreformen geben". Auch an der FU Berlin protestieren heute Studierende gegen den antidemokratischen Kürzungswahn eines vermeintlich exzellenten Präsidiums. Bis zum Jahr 2020 sollen von ehemals 130 Bibliotheken der Freien Universität noch 20 übrig bleiben. In Kürze sollen die ersten 350.000 Bücher aussortiert werden. Deshalb finden derzeit Protestaktionen am Osteuropa-Institut und am politikwissenschaftlichen Otto-Suhr-Institut statt.




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Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.

(Theodor W. Adorno - Minimal moralia # 34)