25.05.07

Die Studierenden bemühten sich redlich die hochgesteckten Erwartungen der Polizei zu erfüllen.

Man unterließ es nur auf der rechten Straßenseite zu laufen und auch nicht auf den Schienen...

...am Hauptbahnhof frischte man nochmal eine alte Tradition auf, weil die eigentlich dafür vorgesehene Kreuzung leider nicht überquert wurde...

..damit keiner Rauchbomben schmeißen mußte gab es eine Nebelmaschine auf dem Lauti. Die Lautstärke der Boxen ersetzte die Kracher...

...zwischendurch gab es sportives Lauftraining...

...und ein bißchen Wendland war auch dabei.

Aber nicht alle Erwartungen konnten erfüllt werden.

Kluge Leute machten es sich da lieber unterm Sonnenschirm locker.

Trotz das der Protest ins dritte Semester gegangen ist, ist noch keine Ermüdung Abbflauen zu spüren. Auch die gestiegene Repression der Polizei stört die Studierenden nicht.

Bei strahlendem Sonnenschein machten sich 1.600 Studierende mit einem 600 Liter Wassertank auf dem Lautsprecherwagen auf zu einem Spaziergang durch die Stadt. Im Gegensatz zum letzten Sommer soll es dieses mal bei dieser einen Demo bleiben. Die Menge der Teilnehmer zeigt aber: Der Protest geht auch im dritten Semester in Folge weiter. Und es sind auch nicht die 200-300 die Corts immer nur gesehen haben will.

Begleitet wurde das von hundertschaften der Polizeit mit BFEs und Hubschraubern. Seit die Darmstädter Ende letzten Jahres bis direkt vor die Autobahn stürmten vermutet die Polizei auch hier eine Keimzelle des Terrorismus. Zum Beispiel sollte die Weihnachtsdemo im Wanderkessel schon ein gerichtliches Nachspiel haben. Aber nicht einmal der Staatsanwalt konnte einen Rechtsbruch bei den Anschuldigungen der Hüter von Recht und Gesetz finden. Trotzdem hält die Einsatzleitung die Mähr aufrecht, daß es in Darmstadt freundlich zugehe. Schließlich habe es noch nie Schlagstockeinsätze gegeben. Mancher, der dies hörte, rieb sich spontan die Stellen, wo er am Ende der Weihnachtsdemo Blutergüße hatte.

Nachdem diesesmal die Polizei mit dem Verbot der Demoroute gescheitert war hielt sie sich weitgehend zurück. Nur das Filmen von nicht vorhandenen Straftaten konnte sie trotz mehrmaliger Aufforderung durch den Lautsprecherwagen nicht lassen.




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Man darf auch die deeskalierende Wirkung von Wasserwerfern nicht vergessen!

(Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)