07.02.07
Der AStA der JLU Gießen verurteilt die Räumung der Freien Uni Bochum aufs Schärfste.
In den frühen Morgenstunden des 31.01.07 hatten Polizeibeamte, auf Anweisung des Rektors Elmar W. Weiler, gewaltsam die Freie Universität Bochums geräumt.
Die Freie Uni Bochum hatte sich durch ihr vielfältiges Engagement und Veranstaltungsangebot einen großen Teil zur politischen Kultur und vor allem auch zum politischen Diskurs beigetragen. Damit hatte die Freie Uni Bochum eine Alternative zum neoliberal geprägten Bildungsbegriff geschaffen. Diese Form von Selbstbestimmtes Leben und Lernen wird nun versucht durch Unileitung und Polizei zu diskreditieren und kriminalisieren.
,,Wir fordern die Unileitung der Uni Bochum auf, die Räume sofort an die AktivistInnen zurückzugeben und langfristig zu sichern! Darüber hinaus fordern wir den sofortigen Rücktritt der Unileitung, die sich durch ihr gewaltsames Vorgehen gegen die friedlichen BesetzerInnen als Inkompetent erwiesen hat“, so Nathalie Meyer, Referentin für Demokratie und Grundrechte im AStA der Uni Gießen.
,,Vor allem im Kontext der Einführung von Studiengebühren zeigt sich, dass Selbstverwaltete Strukturen als Störfaktor in der Umstrukturierung der Hochschule wahrgenommen werden. Dieser Prozess gilt es die Forderungen nach Selbstbestimmter Bildung für alle, fern von Verwertbarkeitslogik, entgegen zusetzten“ führt Björn Wortmann, Referent für Hochschulpolitik, aus. „Dass die Hochschulleitung in Bochum nur mit repressiven Mitteln statt mit einer politischen Diskussion antworten kann, ist ein Armutszeugnis. Wir haben die besseren Argumente auf unsere Seite und die gilt es weiter zu verbreiten!“
Der AStA der JLU Gießen erklärt sich solidarisch mit den Bochumer Studierenden und wird mit ihnen Seite an Seite für ein Selbstbestimmtes Leben kämpfen. Solidarität ist eine Waffe!





