21.06.06

Nach einer weiteren Vollversammlung an der Universität Frankfurt kam es erneut zu einer Demonstration. Unter dem Motto "Kick it like Frankreich Vol. II" gingen 1500 Leute auf die Strasse.

Der Demozug bewegte sich in Richtung Fanmeile. Doch nach der Brücke wurde die Demonstration von der Polizei aufgehalten. Leider kam es auf der Brücke zu einem Zwischenfall, als ein Polizeiwagen einen Demonstrationsteilnehmer anfuhr. Dieser musste ärztlich behandelt werden. Die Demonstration überquerte die Brücke und lief am Mainufer entlang. Holländische Fans zeigten sich in Partylaune und jubelten der Demonstration zu. Nachdem die Demonstration nocheinmal abbog, tauchte sie an der Konstablerwache in die Unterwelt ab. Spontan sollte es mittels S-Bahn zum Hauptbahnhof gehen. Da die S-Bahn sich allerdings eine halbe Stunde lang nicht bewegte (und die S-Bahnen dahinter auch nicht), zogen die Studierenden weiter zur Hauptwache. Dort gab es ein ähnliches Bild. Mit krafvollen Rufen wurden die Reisenden auf die Demonstration aufmerksam gemacht. Nun marschierte der Demozug zum Hauptbahnhof. Dieser wurde von der Polizei für eine Dreiviertelstunde komplett abgeriegelt, so dass nicht einmal mehr Reisende mit Fahrkarte in den Bahnhof gelangten. Eine Gruppe von Studierenden schaffte es an einer unbewachten Stelle in den Bahnhof zu gelangen. Kaum hatte die Polizei dies bemerkt holperten die Beamten zu dieser Lücke und stießen - teils grundlos - Demonstrierende zur Seite. Die Personalnummer eines "besonders agro" verhaltenen Polizisten konnte nur dadurch bekommen werden, dass dieser Polizist hartnäckig verfolgt wurde. Zuerst weigerte er sich die Daten zu geben und wurde natürlich von einer Gruppe weiterer Polizisten beschützt. Später zogen sie zügig - ohne den Ausweis vorgezeigt zu haben - ab, doch diese Gruppe konnte verfolgt werden. Bevor die Gruppe Polizisten in den noch immer verriegelten Bahnhof ging, wurde der Polizist abgefangen und er zeigte dann widerwillig seinen Ausweis.

Die Polizeirepression bei dieser Demonstration war erneut stark. Zum Einsatz kamen Polizeihubschrauber, Propaganda-Lautsprecherwagen und ein Wagen, der mittels Teleskopstange eine Kamera in fünf Meter Höhe platzierte. Der Wasserwerfer kam zwar nicht zum Einsatz war aber präsent. Die Filmteams der Polizei haben ständig mitgefilmt und auch Großaufnahmen von Einzelnen gemacht.




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