23.01.08

Anfang Dezember hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der TU Darmstadt eine ungewöhnliche Wette an drei Parteien gestellt. Der hessischen SPD, Bündnis90/Die Grünen und Die Linke. wurden vom AStA auf ihr jeweiliges Parteiprogramm zugeschnittene Wetten zur Abschaffung der Studiengebühren angeboten.

Sollten die Parteien bei einer Beteiligung an der Landesregierung nicht, wie in ihren Wahlprogrammen versprochen, sämtliche Studiengebühren abschaffen, würden 500 Euro pro Semester für den „Verein für in Not geratene Studierende an der TUD e.V.“ fällig.

Die erste Reaktion erreichte den AStA kurz vor Weihnachten von Seiten der Linken. Diese schickten die ausgefüllten Wettformulare für ihre sechs Spitzenkandidaten zu, zusammen mit einem Brief, in welchem sie erneut den Willen der Linken erklärten bei einer Abstimmung gegen die Studiengebühren zu votieren.

Nach dem fulminanten Auftakt auf einer Wahlveranstaltung, bei welcher Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti und hochschulpolitischer Sprecher Michael Siebel unterzeichneten, sendete die SPD einen Brief, in welchem neben Andrea Ypsilanti und Michael Siebel nun auch der designierte Wissenschaftsminister Gernot Grumbach stellvertretend für die Landtagsfraktion die Wette annahmen. Weiterhin erklärte die SPD die Gültigkeit ihres Wahlprogramms und den Willen die Studiengebühren abzuschaffen. Drei Listenkandidaten welche bisher nicht im Landtag vertreten sind schlossen sich der Wette ebenfalls an.

Von Seiten der Grünen kam die Versicherung neun Unterschriften gesammelt zu haben, beim AStA kamen hiervon leider nur sieben an, was jedoch mehr als die Hälfte der im Landtag vertretenen Abgeordneten darstellt. Auch hier wurde dem AStA versichert die Studiengebühren auf jeden Fall abschaffen zu wollen, falls man an der Regierung beteiligt sei.

Insgesamt zeigt sich der AStA recht zufrieden. „Wir freuen uns über die hohe und generell positive Resonanz auf die Wette, auch wenn uns das mangelnde Interesse von Seiten der Presse überrascht hat“, so Michael Heister, Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

„Das Ziel der Wette war den Abgeordneten bewusst zu machen, dass die Studierenden ihre Aussagen und Taten, auch nach einer möglichen Wahl, genau beobachten und bewerten werden. Unter diesem Gesichtspunkt freut uns die hohe Beteiligung an der Wette natürlich besonders“, so Heister abschließend.




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Ich wünsche Ihnen, dass Sie schnell Karriere machen und viele Männer abschleppen.

(Udo Corts, designierter ehemaliger Wissenschaftsminister von Hessen)