05.03.08

Minister zieht sich zurück - Keine Chance mehr als Direktkandidat - Fanclub bleibt ihm erhalten

Der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, wird mit Ablauf des 31. März 2008 von seinem Amt als Hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst zurücktreten und zum 1.April 2008 in den Vorstand der Deutschen Vermögensberatung AG in Frankfurt am Main eintreten. Er übernimmt dort das Ressort "Unternehmenskoordination".

Seit dem 14. Mai 2007 ist sein Rückzug aus der Politik nun bekannt. Offiziell hieß es, er wolle der CDU Zeit geben einen Nachfolger für ihn zu finden. In der Tat musste der Noch-Minister aber immer wieder schwere Schlappen hinnehmen. Sein Handeln war oftmals mit Protesten verbunden: die Einführung von Langzeitstudiengebühren, die Schaffung einer 25%-Hürde, die massive Neoliberalisierung des Hessischen Hochschulgesetz und schließlich die Einführung allgemeiner Studiengebühren für alle in Höhe von 500 Euro pro Semester. Vermutlich trat er in seinem Wahlkreis, den er 2003 als Direktkandidat im Wahlkreis 38 (Frankfurt/Main V) errang, nicht mehr an, da sein Image durch langanhaltende, massive Proteste angekratzt war.

Sein Fanclub bleibt ihm jedoch erhalten. Denn die Devise »Ich breche mal die Verfassung, zerstöre Lebensplanungen und verschwinde dann, wenn ich Verantwortung übernehmen müsste« gilt nicht.




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Man darf auch die deeskalierende Wirkung von Wasserwerfern nicht vergessen!

(Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft)