05.06.07
62.500 Klageformulare gesammlt - Studierende hocherfreut
Die erste Hürde ist geschafft: Die Studierenden in Hessen haben überraschend viele Unterschriften für die Verfassungsklage gegen Studiengebühren gesammelt. Damit forderten die Studierenden das Grundrecht auf Bildung ein. Durch zahllose Aktionen von Nord bis Süd und West bis Ost haben sie bis Ende Mai 62.500 Klageformulare gesammelt.
Der AStA der h_da weist die Kritik der CDU zurück, die Unterschriften seien „mit Mühe und Not zusammen gekommen.“ Das Gegenteil ist der Fall: Gerade zum Ende explodierten die Zahlen. Die benötigte Summe von 43.308 Formularen wurde bei weitem übertroffen. Der Rückzug von Minister Corts aus der Politik spricht im Übrigen für sich.
„Studiengebühren sind sozial ungerecht! Sie wirken sich negativ auf Lebensplanungen aus und verschärfen die bestehende Chancenungleichheit. Wer glaubt mit Krediten seien die Probleme aus der Welt geschafft, kennt die finanzielle Situation der Studierenden nicht. Schon jetzt müssen zirka 70% der Darmstädter Studierenden für ihren Lebensunterhalt jobben,“ empört sich die Referentin für Soziales, Inka Brühl.
Andreas Schaeffer, Referent für Hochschulpolitik ergänzt: „Außerdem wird sich die Qualität nicht verbessern. Den Hochschulen wird über kurz oder lang die gleiche Höhe der Landesmittel im Haushalt gestrichen, während das Geld von den Studierenden abgezockt wird. Das ist doch absurd!“
Der AStA bedankt sich bei allen, die sich an der Verfassungsklage beteiligt haben.





