31.10.08

Am Donnerstag, dem 30. Oktober 2008 beschloss eine große Mehrheit der 700 auf einer Vollversammlung anwesenden Studierenden, im Sommersemester 2009 die Studiengebühren zu boykottieren.

Nach Ende der Vollversammlung brachen rund 350 der TeilnehmerInnen zu einer spontanen Demonstration durch Freiburg auf, in der sie Ihrer Forderung nach einem gebührenfreien Studium Ausdruck verliehen.

Der Beschluss ist Teil der von allen Freiburger Hochschulen ins Leben gerufenen Kampagne 'gebührenFRei', die sich zum Ziel gesetzt hat, die vor drei Semestern eingeführten allgemeinen Studiengebühren wieder abzuschaffen und ein Bildungssystem zu ermöglichen, das einen vom finanziellen Hintergrund unabhängigen Bildungszugang ermöglicht.




Dies ist die bundesweite Seite der Internetplattform von Uebergebuehr. Uebergebuehr beleuchtet Bildungspolitik kritisch und arbeitet außerparlamentarisch auf ein freies, demokratisches und emanzipatorisches Bildungswesen hin.

Wer also auf das Politische Mandat verzichtet, macht sich zum Sachverwalter der Autorität, akzeptiert das ihm zugewiesene Ghetto und bietet der Gesellschaft die Möglichkeit, die Universität nach Belieben zu manipulieren. Mit dem Lockruf nur und ausschließlich die Interessen der Studenten vertreten zu wollen, ziehen diese trojanischen Pferde als fünfte Kolonne der Obrigkeit in die studentische Selbstverwaltung ein, wo sie mit Bienenfleiß alles verwalten, ohne etwas zu ändern.

(Bonner AStA-Zeitung 66/67)