16.04.09

Heute starten in Leipzig die studentischen Protesttage um gegen die aktuellen Zustände an der Uni zu protestieren. Die aktuelle Studienreform stellt die Rolle der Hochschule für die Gesellschaft zunehmend in Frage. So bedeutet insbesondere die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen für Studierende und Lehrende eine nicht tragbare Mehrbelastung. Durch Kontroll- und Zwangsmech­anismen wie die Vervielfachung von Prüfungen werden Freiräume immer weiter eingeschränkt. Am ersten der Protesttage kam es zur Besetzung des geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ), eine Aktion der Studierenden um sich Raum zu nehmen für Diskussionen über die Studienreform, den Bolognaprozess sowie Anspruch und Realität von Bildung.

Währenddessen werden, ohne das in Deutschland darüber ein wirkliches Medienecho besteht rund um den „Standort“ Schulen und Unis besetzt, bestreikt und kritisiert. In Barcelona kam es zu Unibesetzungen die gewaltsam von der Polizei aufgelöst wurden, demonstriert wird aber auch in Dänemark oder England. Um gegen Verschulung, Privatisierung und Funktionalisierung einmal europaweit vorzugehen, empfiehlt das Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit die Gegenaktionen zur letzten der sog. „Bologna-Nachfolge-Konferenzen“ vom 25.-29. April in Leuven/Belgien.





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Zensur ist eine geheime Empfehlung durch öffentliches Verbot.

(Dieter Hildebrandt)