15.05.09

Gemeinschaft von Universitätsstandort und Stadtgesellschaft durch Kulturzentrum stärken

Der Allgemeine Studentenausschuss (AStA) der Universität Kassel begrüßt die Initiative der Studierenden in Witzenhausen mit der Besetzung eines seit über 10 Jahren leer stehenden Hauses Raum für ein Kulturzentrum zu schaffen und mit ihrem Anliegen in die Öffentlichkeit heranzutreten. Die vielfältige und bunte Studentenszene in Witzenhausen benötigt einen Ort, an dem Studentinnen und Studenten Raum für ihre kulturellen sowie sozialen Belange haben. Auch wird ein Raum benötigt, um den Austausch zwischen Studierenden und den Bewohnern aller Altersschichten aus Witzenhausen zu fördern. Die momentan bestehenden öffentlichen Freiräume für junge Menschen entsprechen nicht den Bedürfnissen der jungen Kulturszene in der Stadt an der Werra.

Eine Nutzung des befreiten Hauses muss im Einvernehmen mit den Studierenden geklärt werden. "Als Universitätsstandort ist das Engagement der Stadt Witzenhausen und vor allem der Bürgermeisterin Frau Angela Fischer gefordert, den offenbar notwendigen Bedarf nach öffentlichen Räumen zum sozialen und kulturellen Austausch nachzukommen. Zusammenarbeit mit allen Betroffenen ist der einzuschlagende Lösungsweg. Eine Räumung oder gewaltsames Vorgehen ist kategorisch auszuschließen.", mahnt Annika Hunstock, Vorsitzende des AStAs der Universität Kassel, an.

Vor allem aus Sicht der vielen internationalen Studierenden am Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften wäre die Einrichtung einer Anlaufstelle innerhalb der Stadtgemeinschaft zu begrüßen. "Mit dem möglicherweise neu geschaffenen Treffpunkt, der zentral in der Stadt gelegen ist, könnten die Studenten aus aller Welt soziale Kontakte zu Kommilitonen und eben auch zu Bürgern der Stadt knüpfen. Aus diesen Gründen befürworten und unterstützen wir als studentische Vertreter die Forderungen nach einem kulturellen Anlaufpunkt in Witzenhausen.", so Markus Thomas, Kulturreferent.




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Wer also auf das Politische Mandat verzichtet, macht sich zum Sachverwalter der Autorität, akzeptiert das ihm zugewiesene Ghetto und bietet der Gesellschaft die Möglichkeit, die Universität nach Belieben zu manipulieren. Mit dem Lockruf nur und ausschließlich die Interessen der Studenten vertreten zu wollen, ziehen diese trojanischen Pferde als fünfte Kolonne der Obrigkeit in die studentische Selbstverwaltung ein, wo sie mit Bienenfleiß alles verwalten, ohne etwas zu ändern.

(Bonner AStA-Zeitung 66/67)