Block HRK

Am 03. + 04. Mai tagt die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die Versammlung der HochschulrektorInnen der deutschen Universitäten und Hochschulen, in Gießen. Auch dein Präsidium ist vertreten.

Offiziell ist es zwar noch nicht, aber die Spatzen pfeifen es schon von den Dächern: Die Presseerklärung der LAK Hessen und das Rahmenprogramm (Änderungen vorbehalten und gewiss):

Die HRK als selbsternannte „Stimme der Hochschulen“ fordert seit Jahren die Einführung von Studiengebühren. Sie vertritt eine Politik der Ökonomisierung der Hochschulen, ihr Leitbild ist ein „Wettbewerb der Hochschulen“. Ein Elitegedanke, sowie die Entdemokratisierung der Hochschule ist dabei Grundsatz ihrer Politik. Auf ihrem jährlich stattfindenden Treffen wird gegenseitig um die „exzellenteste Uni“ und möglichst wirtschaftliche Kriterien für Uni-Rankings konkurriert.

Das drückt sich z.B. in dem diesjährigen Thema „Hochschule und Wirtschaft“ aus wie in der Fragestellung, „Wie können die Barrieren zwischen Wissenschaft und Wirtschaft abgebaut werden?“. Gleichzeitig wird damit einer Öffnung der Hochschulen und freier Bildung entgegengewirkt.

Gäste sind Bundesfinanzminister Steinbrück und der hessische Ministerpräsident Koch.

Statt die Interessen der Hochschulen und ihrer Mitglieder, den ProfessorInnen, wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, Angestellten und Studierenden zu vertreten, werden dort die Interessen der BildungspolitikerInnen umgesetzt.

 

Das ist unsere Uni, und nicht eure!

Auf den neoliberalen Umbau der Hochschulen wird mit dem massivsten studentischen Protesten seit Jahrzehnten geantwortet.

In Deutschland blockierten Studierende Autobahnen, Bahnhöfe und andere Knotenpunkte, um die Privatisierung der Bildung zu verhindern.

Wir wollen das Treffen der HRK als eine Gelegenheit nutzen, lokalen Protest gegen Entwicklungen zu äußern, die sich in einem globalen Kontext abspielen. So setzt die HRK mit der Einführung von Bachelor-Studiengängen Vorgaben um, die von den europäischen BildungsministerInnen im Rahmen des „Bologna-Prozesses“ verhandelt wurden. Für die Studierenden bedeutet das: ein verschultes Studium, ohne Möglichkeiten, ihr Studium nach eigenen Interessen zu gestalten

 

400 Jahre und nichts gelernt. Es gibt keinen Grund zum feiern!

Die Universität Gießen inszeniert anlässlich des 400jährigen Jubiläums ein Riesen-Spektakel.

Für die Studierenden gibt es allerdings keinen Grund zu feiern. 2007 ist gleichzeitig das Jahr, in dem in Hessen Studiengebühren eingeführt werden sollen. Zudem will die Uni Gießen, aus Anlass des Jubiläums, voreilig alle Studiengänge auf die neuen Abschlüsse Bachelor und Master umstellen.

400 Jahre Universitätsgeschichte sind aber auch 400 Jahr Kampf um Mitbestimmung.

Demokratische Rechte, die teilweise erobert wurden, werden heute Schritt für Schritt zurückgenommen.

 

Wir fordern:

  • Eine demokratische Hochschule, die allen Gruppen die Mitbestimmung tatsächlich ermöglicht!
  • Ein gebührenfreies Studium und freie Bildung für alle!
  • Eine bedarfsdeckende, staatliche Finanzierung aller Bildungseinrichtungen!


Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Wenn die HRK denkt, sie könnten ungestört im beschaulichen Gießen tagen, liegen sie falsch!
Wer sich die HRK und Ministerpräsident Koch ins Haus holt, darf sich über Proteste nicht wundern.
Block HRK!

 

 

Vorläufiges Programm der Gegenaktivitäten zur HRK

Mittwoch, 02.05.07. Aktionstag für Solidarität und freie Bildung!

  • 14:00 Uhr: Vollversammlung Audimax Phil II. Giessener Campus
  • 15:30 Uhr: Workshopphase Nr.1:
    • Die neue ,,Hochschulautonomie“ (mit Sören Steffe/ AStA FH Frankfurt und Karin Zennig/ AStA der Uni Marburg)
    • Die HRK und die Studiengebühren (Fredrik Dehnert/ Geschäftsführer des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren)
    • Die Demokratisierung der Hochschule zwischen Ideal und Wirklichkeit (mit Björn Wortmann/ Geschäftsführer des Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit)
    • Die Entwicklung des Kapitalismus (Umut Sönmez/ AStA der Uni Gießen)
  • 17:00 Uhr: Workshopphase Nr.2
    • Die Umwandlung der Universität Frankfurt in eine Stiftungsuniversität (mit Amin Benaissa/ AStA der Universität Frankfurt)
    • Studiengebührenboykott in Hessen (mit dem Arbeitskreis Boykott Gießen, sowie dem Landesweiten Boykotttreffen und dem ABS)
    • Repression und Recht auf Protest (Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit)
    • Arbeiterkämpfe und Studierende (???)
    Die Workshops finden in verschiedenen Räumlichkeiten auf dem Campus der Universität Gießen statt. Achtet auf die Aushänge auf den Infowänden. Während der Workshopphase gibt es die Möglichkeit, Transparente und ähnliches für die Demonstration am Folgetag zu gestalten.
  • 19:00 Uhr: ,,Netzwerke der Macht. Bertelsmann und der Einfluss auf die Hochschullandschaft“ mit Torsten Bultmann (Geschäftsführer vom Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) , Margarethe-Bieber-Saal, Ludwigstraße

Donnerstag, 03.05.07 Block HRK

  • Ab 10:00 Uhr: Frühstück im Campus Camp beim AStA der Uni Gießen BLOCK HRK!
  • 12:00 Uhr: Landesweite Demonstration ,,Block HRK! Für Solidarität und freie Bildung“
    Auftakt am Hauptbahnhof Gießen
  • 14:00 Uhr: Abschlusskundgebung der Demonstration Kirchplatz Gießen
  • 14:00-20:00 Uhr: Kundgebung am Kirchplatz

Freitag, 04.05.07: Protestkultur

  • ab 08:00 Uhr: Frühstück im Campus Camp beim AStA der Uni Gießen
  • ab 09:00 Uhr: Kreative Aktionen rund um das Hauptgebäude und in der Innenstadt
  • 10:00 Uhr: Lesebattle: Elitenetzwerk vs. SDS-Hochschuldenkschrift
  • 11:00 Uhr: ,,Solidarität Flagge zeigen“ Start am Hautgebäude bis zum Hiroshimaplatz
  • 12:30 Uhr: Antifaschistischer Stadtrundgang mit der Demokratischen Linken (Start am Uni Hauptgebäude)
  • 21:00 Uhr: Soli-Party für das Giessener Campus Camp 2007, AK 44 im Alten Wetzlarer Weg 44

Campus Camp

Während der gesamten Zeit wird es auf dem Campus der Universität Gießen direkt beim AStA ein Campus Camp geben (siehe Lageplan). Packt also alle euer Zelt, Schlafsack und Isomatte ein.

 

 

Demoroute und die Orte der Aktivitäten

Wegbeschreibung zur Uni Gießen

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Am Hauptbahnhof Gießen angekommen nehmt ihr entweder

a. die Buslinie 2 oder 5 und fahren bis zur Haltestelle Marktplatz. Dort steigen ihr in die Buslinie 800 Richtung Rathenaustraße um. Von der Haltestelle Rathenaustraße sind es ca. 10 Minuten zu Fuß bis zum AStA.

oder

b. die Überlandbusse 620/630 bis zur Bushaltestelle Klingelbachweg. Dort die Straße überqueren, den Klingelbachweg entlanglaufen und den AStA/ Mensa Komplex hinter der Wiese und den Bäumen entdecken.

Oder mit dem Auto

Anreise von Norden über die A 45

Ihr fahrt über die A 45 bis zur Ausfahrt Wetzlar-Ost-Gießen (kommt nach dem Wetzlarer Kreuz) über die B 49 Richtung Gießen;am Autobahndreieck Gießen-Bergwerkswald fahrt ihr links Richtung Gießener Nordkreuz-Marburg; Ihr fahrt an der 1. Ausfahrt Schiffenberger Tal vom Gießener Ring nach rechts, stadteinwärts ab; Ihr biegt in die 2. Straße rechts, Rathenaustraße, ein, danach ist die 3. Straße links die Otto-Behaghel-Straße; nach einer scharfen Rechtskurve befindet sich auf der linken Seite große Parkplätze. Hier findet sich die Neue Mensa mit einem Anbau, dem AStA.

Anreise von Norden oder Süden über die A 5

Ihr fahrt über die A 5 bis zur Ausfahrt Fernwald Richtung Gießen. Am Ortsrand von Gießen fahrt ihr links auf den Gießener Ring und fahrt die 1. Ausfahrt Schiffenberger Tal nach links, stadteinwärts, ab; Ihr biegt in die 2. Straße rechts, Rathenaustraße, ein, danach ist die 3. Straße links die Otto-Behaghel-Straße. Die Straße fahrt ihr immer weiter durch bis ihr bei einem Parkplatz auf der linken Seite ankommt. Hinter dem Parkplatz liegt der AStA.

Anreise von Süden über die A 45

Ihr fahrt über die A 45 am Gießener Südkreuz in Richtung Gießen-Marburg; Ihr fahrt an der Ausfahrt Schiffenberger Tal nach rechts, stadteinwärts ab; Ihr biegt in die 2. Straße rechts, Rathenaustraße, ein, danach ist die 3. Straße links die Otto-Behaghel-Straße. Die Straße fahrt ihr immer weiter durch bis ihr bei einem Parkplatz auf der linken Seite ankommt. Hinter dem Parkplatz liegt der AStA.

Direkt beim AStA findet dann auch das Camp statt.
Dort findet ihr auch die anderen Veranstaltungsorte an den Stellwänden angeschlagen.

 


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Einen Staat beurteilt man nach seiner Urteilssprechung.

(Stanislaw Jerzy Lec)